So gesund is(s)t Deutschland

92 Prozent der Deutschen achten laut Umfrage auf eine gesunde Ernährung. WHO-Studien sehen das anders. Foto: djd/IKK classic/thx92 Prozent der Deutschen achten laut Umfrage auf eine gesunde Ernährung. WHO-Studien sehen das anders. Foto: djd/IKK classic/thxStudie zeigt: Theorie und Praxis klaffen weit auseinander

Bewusste Ernährung, vernünftiges Stressmanagement, gesundheitliche Vorsorge - in diesen Punkten gibt sich ein Großteil der Deutschen gute Noten, wie eine aktuelle, repräsentative Umfrage zum persönlichen Gesundheitsmanagement zeigt.

Doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht eine andere Sprache.

"Gefühlt" machen die meisten alles richtig

92 Prozent der Deutschen achten nach eigenem Bekunden auf eine bewusste Ernährung, vor allem auf wenig Zucker. Insgesamt sehen 72 Prozent der Befragten das Thema Ernährung als wichtigsten Faktor einer gesunden Lebensführung. Mit einigem Abstand folgen viel Bewegung (49 Prozent) und der kluge Umgang mit Stress (42 Prozent). "Zumindest gefühlt werden die Deutschen ihren eigenen Idealen gerecht", sagt Michael Förstermann, Pressesprecher der IKK classic, welche die Umfrage initiiert hat. Dennoch zeigen aktuelle Erhebungen, etwa der WHO, dass die Zahl der Übergewichtigen hierzulande steigt. Auch bei lebensstilbedingten Krankheiten wie Diabetes mellitus und Herz-Kreislauferkrankungen gehe der Trend nach oben. Was läuft da falsch? "Uns machen die Zahlen deutlich, dass mehr Beratung nötig ist, um die Ernährungskompetenz zu steigern", erläutert Förstermann. "Und zwar am besten schon im Kindergarten."

Das Problembewusstsein schärfen

Wie gesund der Lebensstil tatsächlich ist, hat weniger mit dem persönlichen Empfinden zu tun als mit klaren Fakten, wie sie etwa der regelmäßige Check-up beim Hausarzt ermittelt. Doch nur jeder dritte Deutsche nimmt die Vorsorgeuntersuchungen konsequent wahr. "Unterstützung kann helfen, das eigene Problembewusstsein zu schärfen", weiß Katja Schneider, Gesundheitsexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Umfassend beraten kann unter anderem der Hausarzt - auf seine Empfehlungen setzen vor allem Patienten der Altersgruppe 50 plus, wie die Umfrage ergab. Doch auch viele Krankenkassen helfen ihren Mitgliedern bei Fragen zum persönlichen Gesundheitsmanagement weiter. Zusätzliche Informationen, auch zur Studie, gibt es online etwa unter www.ikk-classic.de.

Schluss mit dem Schummeln

Ist die Ernährung wirklich so fett- und zuckerarm? Der Trainingsplan so effektiv? Ein persönliches Gesundheitstagebuch kann helfen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Wer zwei Wochen lang notiert, was täglich auf dem Teller lag, wie intensiv Sport betrieben wurde und wie viele Auszeiten es vom Alltagsstress gab, schärft sein Bewusstsein für das eigene Verhalten und kann typische Fallen - den Keks im Vorbeigehen, das verschobene Workout, die Hektik durch falsche Planung - in Zukunft leichter umgehen. (djd)

 

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