Aktiv gegen den Winterblues

Winterblues oder echte Depression? Wenn der Trübsinn über Wochen anhält, sollte man angemessene Maßnahmen ergreifen. Foto: djd/deprexis24.de/thxWinterblues oder echte Depression? Wenn der Trübsinn über Wochen anhält, sollte man angemessene Maßnahmen ergreifen. Foto: djd/deprexis24.de/thx

Wenn die trübe Jahreszeit auf die Stimmung drückt, kann man selbst einiges tun

Viele Menschen kennen es: Die Tage werden kürzer und dunkler, der Stress nimmt noch einmal zu - dann ist es oft schwer, seine trüben Gedanken in Schach zu halten. Die Hochsaison für den Winterblues beginnt.

Schätzungen zufolge leiden zehn bis 15 Prozent der Bundesbürger unter der saisonalen Depression, bei weiteren etwa fünf Prozent kommt es in der Folge sogar zu einer ausgeprägten depressiven Episode.

Internetbasiertes Therapieprogramm bei Depressionen

"Spätestens wenn Lebensfreude und Leistungsfähigkeit über mehr als zwei, drei Wochen durchgehend deutlich beeinträchtigt sind, sollten Betroffene aktiv dagegen angehen", raten die Gesundheitsexperten vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Einer der Hauptgründe für die jahreszeitlich bedingte Niedergeschlagenheit ist das fehlende Licht, das einen Mangel an Glückshormonen verursachen kann. Wichtig ist es daher, täglich mindestens eine halbe Stunde ins Freie zu gehen. Selbst an grauen Tagen reicht das Tageslicht noch, um den Mangel auszugleichen. Auch Sport kann erwiesenermaßen äußerst effektiv gegen depressive Verstimmungen sein.
 
Führen solche Maßnahmen nicht zur Besserung, liegt möglicherweise eine behandlungsbedürftige Depression vor. Dann sollte man sich an den Hausarzt oder direkt an einen Psychotherapeuten wenden. Auch ein internetbasiertes Therapieprogramm wie "deprexis24" kann als erster Schritt sinnvoll sein. Das interaktive Angebot führt einen individuellen Dialog mit dem Anwender und unterstützt ihn im Alltag. Es basiert auf der sogenannten kognitiven Verhaltenstherapie. Unter www.deprexis.24.de gibt es weitere Informationen.

Verbesserung der depressiven Symptome

Privatdozentin Dr. phil. und Dipl.-Psychologin Rita Bauer vom Universitätsklinikum Dresden erklärt dazu: "Die 'kognitive Verhaltenstherapie' (KVT) setzt vor allem an den negativen Gedanken und 'Grübelautomatismen' an, aber auch an den häufig negativen Bildern von sich selbst, der Umwelt und der Zukunft." Mehrere Studien belegen eine deutliche Verbesserung der depressiven Symptome durch das Online-Programm innerhalb von acht Wochen.
 
Warten auf den Therapeuten

Depressiv - was nun? "Die Wartezeiten in der kassenärztlichen Versorgung betragen - abhängig von Wohnort und Therapieverfahren - nicht selten sechs Monate. Dies ist für einen depressiv Erkrankten ein unvorstellbar langer Leidenszeitraum", weiß Diplompsychologin Rita Bauer. Sie rät dazu, die Wartezeit auf den Therapieplatz möglichst sinnvoll zu überbücken. Das kann etwa mit Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, dem Besuch einer Selbsthilfegruppe oder auch mit einer Online-Therapie wie deprexis24.de geschehen. (djd)

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